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Permakultur-Blog

Permakultur im Garten und auf dem Balkon

Bohnenzelt

MulchkreisSchon letzten Herbst hatte ich mir überlegt, dass ich auf der Fläche zwischen den bisherigen Beeten noch Kletterbohnen und Erbsen anbauen möchte. Also habe ich auf der Wiese einfach einen Kreis mit Pappe gemulcht und dann noch mit Rasenschnitt abgedeckt.

Dieses Wochenende war es dann soweit, dass ich aus langen Ästen vom Rückschnitt im letzten Herbst ein Bohnenzelt gebaut habe. Auf den ersten Blick war ich vom Ergebnis des mulchens sehr enttäuscht: Die Pappe war komplett weg, unter dem Mulch aber kein freier Boden. Erst als ich beim Mulchwegziehen etwas herzhafter zugepackt habe, habe ich gemerkt, dass die ganze ursprüngliche Grassode sich einfach mit wegziehen lässt. Ich hatte also doch ganz einfach eine Kreisrunde freie Fläche auf der Wiese. Und das ohne Umgraben!

BohnenzeltAls nächstes frisch drei Löcher gebuddelt, um meine 3 Stämme versenken zu können. In meinem schweren Boden hielten sie ohne grosse Probleme. Durch viele Seitenäste haben sie sich auch gut verhakt. Zur Sicherheit habe ich sie im oberen Drittel noch mit Sisalschnur zusammen gebunden. Alles, was ich an Mulch von der Fläche genommen habe, habe ich als Wurst um den Rand des Kreises ausgelegt, damit das Gras nicht gleich wieder von der Seite in den Kreis wächst. Von meinen „Stämmen“ habe ich dann noch mit einer Astschere die Äste abgeschnitten, die zu weit nach aussen standen. Das Ganze soll ja wenigstens ein bisschen ordentlich aussehen, damit die anderen Gärtner im Kleingartenverein nicht gleich einen Herzinfarkt bekommen.

Das Ergebnis ist übrigens deutlich höher, als es auf den Fotos aussieht. Mit einer normalen Haushalts-Klappleiter konnte ich die Spitze nicht mehr erreichen.

Bohnenzelt mi KompostWeil der Boden zwar halbwegs frei, aber nicht unbedingt gut, oder extrem locker war, habe ich die Fläche dann noch grosszügig mit Kompost bedacht. Damit sollten die Samen einen guten Start haben, bevor sie in mein undurchdringliches Erdreich wurzeln müssen. Ausserdem habe ich noch ein paar kleine Äste in die Mitte gesteckt, damit die kleinen Pflänzchen den Weg nach oben besser finden. Das Ganze dann gleich mit verschiedenen Erbsen und Bohnen besät. Ich weiss, für Bohnen ist es eigentlich noch etwas früh, aber ich habe ein grosses Paket getrocknete Bohnen zum kochen, wenn ich davon mal 10 im Boden versenke und sie doch noch der Frost holt, macht das gar nichts.

Auf meinem „Hügelbeet“ habe ich schon vor einiger Zeit Saubohnen gesät. Es sei hier erwähnt, dass Saubohnen gar nicht zu den Bohnen gehören. Auf jeden Fall kämpfen sich dort grade die spitzen der Keimlinge durch die dicke Mulchschicht. Mal sehen was draus wird.

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3 Kommentare

  1. Kerstin:

    Ich wusste gar nicht, dass Bohnen Zelte brauchen? Was ist denn der Vorteil gegenüber den üblichen Stangen?

  2. admin:

    Ein „Zelt“ ist einfach zu bauen, man braucht keine graden Stangen und es ist sehr stabil.

    Bei uns hier an der Küste weht auch mal ein ordentlicher Wind. Grade im Boden steckende Stangen werden dann gerne umgepustet.

  3. Heike:

    Ich find die Idee klasse. Wie war denn die Ernte? Gibt es vielleicht auch ein Foto vom bewachsenen Bohnenzelt?
    Habe im letzten Jahr mithilfe eines ausgedienten Vorderrades vom Fahrrad, einer langen Stange, auf die das Rad montiert war und Paketschnüren, welche oben an den Speichen und unten mit Heringen im Boden befestigt waren auch ein Bohnenzelt gebaut. Hat Super funktioniert. Allerdings finde ich diese natürliche Variante noch besser. LG Heike

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