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Permakultur-Blog

Permakultur im Garten und auf dem Balkon

Wildwuchs oder Kahlschlag?

Nachdem wir einen extrem ungepflegten und überwucherten Garten übernommen haben, stehen wir immer wieder vor der Gewissensfrage: Abschneiden oder Wachsen lassen? Eingriff oder Natur?

Ich selbst weigere mich hartnäckig Obstbäume zu beschneiden. Auch wenn alle anderer Meinung sind, möchte ich meine Bäume nicht verstümmeln.

Andererseits wollen wir den Garten ja auch nutzen. Wir wollen Gemüse anbauen, Obst ernten. Und wir wollen unsere Freizeit dort verbringen. Ohne Eingriffe geht all das nicht.

Womit wir beim Dilemma sind: Wo die Grenze ziehen? Welche Eingriffe müssen sein? Wann ist es zu viel. Zerstören wir nicht den Charme des Gartens? weiterlesen… »

Asoziale Gärten (6)

Thujahecke

… Macht der menschliche Gärtner es hingegen schlecht, herrscht Eintönigkeit vor, Immergrün überall und Friedhofsruhe rundherum. Statt elementarer Vielfalt erleben wir künstliche Einfalt. Statt Leben zu lassen, lassen wir sterben. Statt natürlicher Ordnung wird systematisch Unordnung erzeugt. Diese Gärten müssen eine Wüste sein für Tiere, Plätze der Artenarmut, der Leblosigkeit, der Unzufriedenheit auch. Es sind Orte, an denen der Mensch nicht im Einklang steht mit der Natur, Plätze des Unfriedens. Nur ab und zu flieht eine Amsel mit lautem Gezeter in die nächste Thujahecke, während zufällige Schmetterlingsbesucher so schnell wie möglich über die kurzgeschorene Rasenmatte flattern. An der Stelle von Rhododendron, Serbischer Fichte und anderen immergrünen Exoten könnten genausogut Plastikgewächse stehen. Sie haben einen vergleichbaren Ökowert; er geht gegen Null. Die Besitzer solcher Anti-Natur-Gärten haben nicht Lebensmöglichkeiten geschaffen, sondern verhindert.

Rheinhard Witt – Naturoase Wildgarten

Links

disturbed emotions

When people see a green tree, they all think that green trees are beautiful. Trees leave a sense of peace. When the wind ripples the surface of the water, the spirit becomes restless. Go to the mountains, and a sense of the mountains arises. Travel to a lake, and one feels the spirit of the water. These emotions all arise from nature.

Go somewhere where nature has been disturbed
and I doubt that anything but disturbed emotions will arise.

Masanobu Fukuoka – The Road Back to Nature

Burger sind biologisch abbaubar

Burger nach 6 MonatenIm Moment geistert eine Geschichte durch die Blogwelt und die Medien: McDonalds Burger sollen nicht biologisch abbaubar sein.

Drauf gekommen ist die Künstlerin Sally Davies durch unglaublich investigative Recherche – sie hat einen Burger monatelang immer wieder fotografiert. Einzig interessant an der Geschichte finde ich jedoch, warum alle auf diesen Blödsinn aufspringen und die Sau durch die Medien treiben, wo es um offensichtlichen Blödsinn geht.

Ok, klar, der Burger sieht selbst nach Monaten fast unverändert aus. Aber ist das so etwas besonderes? Schauen wir uns das mal im Detail an: weiterlesen… »

Asoziale Gärten (5)

asozialer Garten mit FigurenVon einem Leser wurde mir ein neuer asozialer Garten zugespielt. Dieser Garten erfüllt mit Bravour alle Kriterien für einen asozialen Garten: Er ist absolut und vollkommen nutzlos, er enthält praktisch kein Leben (nicht einmal pflanzliches) und dabei ist er auch noch unglaublich hässlich. Der Unterschied zu einer Betonfläche ist bei diesem Garten nur noch ein rein formaler.

Man achte bitte auf die Details bei den Figuren, mit denen künstlich so etwas wie Leben simuliert werden soll.

Mir drängt sich da nur die Frage auf: Warum tun Menschen so etwas? weiterlesen… »

Komposttoilette

KomposttoiletteEs gibt kaum etwas perverseres, als seine Hinterlassenschaften mit einigen Litern glasklarem Trinkwasser wegzuspülen. Das wird einem erst dann richtig klar, wenn man eine Weile lang eine Komposttoilette benutzt hat. Für die meisten Menschen ist es am Anfang problematisch überhaupt mit dem Thema umzugehen. Ich kenne sogar Leute, die sich weigern auf diese Toilette zu gehen. Aber wenn die Entfremdung von unseren natürlichen Verdauungprozessen erst einmal überwunden ist, wundert man sich schnell, warum es nicht überall alltäglich ist.

Unser Kompostklo steht in unserem Ferienhaus in Schweden. Dort ist es üblich, dass „Stugas“ (kleine Wochenend- und Ferienhäuser) Komposttoiletten haben. Werden die Häuser vermietet, werden oft technische Meisterwerke eingebaut, um den Komfort für die verwöhnten Touristen zu maximieren. Diese technischen Toiletten mit Rührgeräten, Heizung, Urinabscheidung und was weiss ich für Schnickschnack haben vor allem zwei Eigenschaften:

  1. sie sind unglaublich teuer
  2. sie sind ständig kaputt

weiterlesen… »

Jahreszeitentisch

Jahreszeitentisch Herbst

In Waldorfschulen ist es üblich einen Jahreszeitentisch einzurichten, der die Kinder immer auf die aktuelle Jahreszeit einstimmen soll. Wir haben jetzt eine kleine Jahreszeitenfensterbank zum Herbst: Äpfel, Kastanien, Hasel- und Walnüsse, ein paar wilde Beeren und etwas Heckengrün. Ein schwedisches Holzpferdchen passt natürlich immer.

Grenzen

This picture of the Earth and Moon in a single frame, the first of its kind ever taken by a spacecraft, was recorded September 18, 1977, by NASAs Voyager 1 when it was 7.25 million miles (11.66 million kilometers) from Earth.


Die Wissenschaft, richtig verstanden, heilt den Menschen von seinem Stolz; denn sie zeigt ihm seine Grenzen.

Albert Schweitzer

 

(Das Bild zeigt das erste Foto, welches jemals von Mond und Erde zusammen auf einem Bild gemacht wurde und zeigt wie unglaublich winzig unser Planet ist.)

Die Geheimnisse der guten Erde

Die Geheimnisse der guten Erde„Die Geheimnisse der guten Erde“ ist ein Buch von Peter Tompkins und Christopher Bird und ich muß gleich vorweg nehmen, dass ich selten so bei einem Buch gelacht habe, das eigentlich ernst gemeint ist.

Das Buch habe ich als Hardcover für ganze 2€ beim Bücherflohmarkt der Stadtbücherei erstanden. Es fängt auch harmlos genug an, mit allgemeinen Beschreibungen über Mineraldünger und Chemie und wie er auf Dauer den Boden zerstört. Schon bald werden Rudolf Steiners Methoden ein Thema und die biologisch-dynamischen Präparate ziehen sich durch das ganze Buch. Nunja, einer meiner besten Freunde studiert gerade dieses Thema und ich stehe diesem grundlegend offen gegenüber. Auch die Erfolgsbeschreibungen sind sehr interessant und einleuchtend. Nur leider beginnt dann, was sich durch das ganze Buch zieht und es zu einer Lachnummer macht: Alle Erfolge werden auf mysteriöse kosmische und übersinnliche Kräfte zurückgeführt. Selbst wenn Erklärungen auf der Hand liegen. weiterlesen… »

6 Leitsätze für organisches Gärtnern

Nach dieser Erkenntnis von den organischen Zusammenhängen können für den Gärtner folgende sechs Leitsätze aufgestellt werden:

  1. Erstens muß der Gärtner mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie;
  2. zweitens muß er Abwechslung praktizieren, weil die Natur abwechslungsreich ist;
  3. drittens muß er für andere Lebensformen – tierische und pflanzliche – eine Umgebung gestalten, die derjenigen so ähnlich wie möglich ist, für die sie geschaffen sind;
  4. viertens muß er dem Boden möglichst genau so viel zurückgeben, wie er ihm nimmt;
  5. fünftens muß er den Boden verbessern und nicht die Pflanze;
  6. und sechstens muß er die Natur als ganzes sehen, niemals nur einen Teil davon.

John Seymour weiterlesen… »