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Permakultur-Blog

Permakultur im Garten und auf dem Balkon

Bohnenzelt

MulchkreisSchon letzten Herbst hatte ich mir überlegt, dass ich auf der Fläche zwischen den bisherigen Beeten noch Kletterbohnen und Erbsen anbauen möchte. Also habe ich auf der Wiese einfach einen Kreis mit Pappe gemulcht und dann noch mit Rasenschnitt abgedeckt.

Dieses Wochenende war es dann soweit, dass ich aus langen Ästen vom Rückschnitt im letzten Herbst ein Bohnenzelt gebaut habe. Auf den ersten Blick war ich vom Ergebnis des mulchens sehr enttäuscht: Die Pappe war komplett weg, unter dem Mulch aber kein freier Boden. Erst als ich beim Mulchwegziehen etwas herzhafter zugepackt habe, habe ich gemerkt, dass die ganze ursprüngliche Grassode sich einfach mit wegziehen lässt. Ich hatte also doch ganz einfach eine Kreisrunde freie Fläche auf der Wiese. Und das ohne Umgraben! weiterlesen… »

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Topinamburernte

TopinamburDie wahrscheinlich letzte Topinamburernte für die Saison 2011. Jetzt müssen für 2012 neue Knollen gebildet werden. Es war wohl auch höchste Zeit, die Knollen treiben schon sehr deutlich aus. Eigentlich könnte ich noch mehr ernten, aber ich bin kein grosser Fan von Topinambur. Soll heissen: Ich kann es nicht jeden Tag essen, hin und wieder ist es aber ok. Da wo ich geerntet habe, sind immer kleine Knollen im Boden geblieben. Ich muss mich also nicht um ein neues Anpflanzen kümmern. Überhaupt ist die Topinamburkultur bei mir die stressfreiste: Ich kümmer mich um gar nichts und ernte nur manchmal. Wenn man Wert auf einen ordentlichen Garten legen würde, müsste man nur im Frühjahr die trockenen Triebe des letzten Jahres zurückschneiden.

Ich weiß auch nicht, woher der schlechte Ruf des Topinambur als invasive Pflanze kommt. Klar verbreitet und hält er sich gut. Aber im Garten ist er doch ganz einfach unter Kontrolle zu halten. Die Triebe sind ja nun nicht zu übersehen: Überall wo eine grosse „Sonnenblume“ aus dem Boden kommt und man sie nicht haben will, einfach rausreissen oder abschneiden.

Meine persönlichen Rezeptips für Topinambur sind: Im klassichen Eintopf mit Möhren etc. kochen und in kleinen Mengen zum Kartoffelpüree geben.

Guten Appetit!

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unästhetische Schaukel

SchaukelEine Kinderschaukel in einem Garten hat einen solchen Streit ausgelöst, dass es dadurch zu einem Gerichtsverfahren gekommen ist. Interessant ist hier bei vor allem die Klagebegründung:

Der Gesamtcharakter und der ästhetische Gesamteindruck der Gartenfläche als Ziergarten werden durch dieses Gerüst ganz erheblich gestört.

Nach einer Bestimmung darf der Garten ausschließich als „Ziergarten“ verwendet werden. Da frage ich mich: Darf man in einem Ziergarten grillen? Darf man einen Ziergarten überhaupt betreten, ausser um Unkraut zu zupfen?

In diesem Fall ist die Sache zum Glück glimpflich ausgegangen. Der Fall ging an einen verständigen Richter, die Schaukel darf bleiben.

Ich würde ja jetzt noch einen oben drauf setzen und in dem Garten dieverse Kräuter und Ziergemüse anbauen: Salbei, bunter Mangold, diverse schön blühende Laucharten (um nur einige zu nennen) können sowohl nützlich als auch zierend sein.

Die ganze Geschichte kann man bei der HAZ nachlesen.

(via)

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GartenHaus

Der japanische Architekt Ryue Nishizawa hat ein Haus gebaut, bei dem die Grenzen zwischen Garten und Haus verschwimmen. Grüner wohnen, auch in der Großstadt.

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass so etwas wirklich praktikabel ist, aber besser als Plattenbau allemal.

Das Foto stammt von Iwan Baan.

(via)

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Vision

Wir brauchen eine neue Vision; der Grundsatz, daß wir nur im Bündnis mit der Natur, deren Bestandteil wir sind und von der letztlich unsere Existenz und unsere Lebensqualität abhängen, unser Leben gestalten dürfen, muß uns in Fleisch und Blut übergehen.

Aurelio Peccei

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Boden

Sugar beet at cross purposes

Der Boden ist unsere unverzichtbare Grundlage. Er ist so fundamental, daß wir ohne ihn nicht überleben können. Wenn jemand glaubt, den Boden „besitzen“ zu können, wenn jemand sagt, dieser Boden „gehört“ mir, so könnte er ebenso behaupten die Sonne gehöre ihm… Der Boden ist ein Geschenk der Natur, wie die Luft, die wir atmen, oder das Wasser, dass unseren Durst stillt.

Satish Kumar

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Ernte

Apfelernte

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stilvolle Gartenarbeit

Tontopf mit PatinaAber nein, ich habe ja keinen „richtigen“ ländlichen Garten. Da bräuchte ich nämlich einen „stilvollen“ oder „romantischen“ (nichtzutreffendes bitte streichen) Arbeitstisch (meiner ist einfach nur groß und stabil) von dem (auf Anordnung der Deko-Expertin) mit einer Muskatreibe die Farbe runtergekratzt wurde, um dem „Shabby Shic Look“ gerecht zu werden (mein Tisch hat leider eine höchst stabile Küchenarbeitsplatte, die ihre Farbe auch nach dem ersten Winter weiterhin behalten möchte). Der nächsten Anforderung werde ich auch nicht gerecht: über dem Tisch müssen malerische Blumentöpfe gestapelt werden, selbstverständlich aus Ton und mit Patina.

von Spottdrossel

Als ich das bei der Spottdrossel las, musste ich sofort an die ganzen Gartenzeitschriften denken, die sich in den Bahnhofsbuchhandlungen stapeln. Und mir fiel wieder ein, warum ich keine einzige von denen lese.

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Biogarten

Biogarten von Marc Grollimund und Isabelle HannebicqueDas kleine Büchlein von Marc Grollimund und Isabelle Hannebicque besticht schon auf den ersten Blick mit einer schönen Aufmachung. Die Fotos sind außergewöhnlich schön, vielfältig und illustrieren sehr gut die Aussagen des Textes. Bei nur 64 Seiten setzen die 140 Fotos und Zeichnungen klar auf optische Wissensvermittlung, ohne dabei überladen zu wirken.

Gegliedert ist das Buch in drei Abschnitte:

  • Grundkurs Biogarten
  • Wichtig zu wissen
  • Jetzt kann’s losgehen

Wobei der Grundkurs eine Definition des Biogartens und eine Bodenkunde liefert, der Wissensbereich die eigentlichen Arbeiten von der Bodenbearbeitung über Mulchen bis zum Kompost abdeckt und der letzte Abschnitt mit Pflanzenkunde überschrieben werden kann. weiterlesen… »

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On Guerilla Gardening

Guerrilla GardeningA handbook for gardening without boundaries, so der Untertitel des 2008 erschienenen Buchs von Richard Reynolds. Doch das versprochene Handbuch findet sich erst in der zweiten Hälfte des Buchs. Davor wollen 121 Seiten Definitionen und geschichtliche Abhandlungen bewältigt werden. Leider lesen diese sich größtenteils wie die Semesterarbeit eines BWL-Studenten und die Ausschweifungen gehen nicht selten am Thema vorbei. Das ganze ist in viele kleine Kapitelchen zerstückelt, so das kein echter Lesefluss aufkommen mag.

In der zweiten Hälfte dann „praktische“ Tipps, wie z.B. eine Stirnlampe für Arbeiten im Dunkeln zu verwenden und für volle Batterien zu sorgen, wenn man das Licht auch für den Nachhauseweg benötigt. Wirklich nützliche Hilfestellungen wie man mit dem harschen Lebensbedingungen zwischen Betonplatten umgehen kann, praktische Pflanzentabellen nach urbanen Lebensräumen geordnet, oder rechtliche Grundlagen, erwartet man vergebens. weiterlesen… »

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