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Permakultur-Blog

Permakultur im Garten und auf dem Balkon

Guerilla Gardening

Lilie im HinterhofIrgendwann im letzten Sommer hat uns die grüne Wut gepackt und wir haben im reichlich heruntergekommenen Hinterhof zwei kleine Beete angelegt. Die Bedingungen sind denbar ungünstig: Der komplette Hof ist betoniert und liegt inmitten hoher Häuser (5-6 Stockwerke). Dazu gibt es mit Vorderhaus und Hinterhaus sehr viele Parteien, die einfach ihren Müll und ihre Fahrräder im Hof abladen, dafür aber niemanden, der sich darum kümmert.

Um schnelles grün zu bekommen und für Akzeptanz zu werben, haben wir blühende Pflanzen aus dem Baumarkt gekauft. Alles was stark reduziert war, landete in unserem Einkaufswagen. Dazu noch Unmegen an Gartenerde (man wundert sich, wie schnell so ein grosser Sack leer ist) aus dem gleichen Baumarkt. Eine andere Quelle für den Boden hatten wir leider nicht.

Die Beete sind direkt auf dem Beton angelegt, einfach ein paar Steine vom nahegelegenen Flußufer aufgestapelt und Erde eingefüllt. Fertig. Dann die Pflanzen rein und innerhalb eines Nachmittags gab es wenigstens etwas grün im Hof. weiterlesen… »

Permakultur-Wälder retten die Welt

(via)

Vielleicht ist das Video etwas zu optimistisch, aber es hat einen wahren Kern und stellt ihn gut dar.

Asoziale Gärten (2)

asozialer ParkAsoziale Gärten gibt es nicht nur an Privathäusern, auch manche Parks sind regelrecht asozial.  Eine Rasenfläche die wie mit dem Lineal gezogen rechteckig komplett von einem Blumenstreifen eingezäunt wird. Die Botschaft ist klar: Betreten des Rasens verboten! Du wirst doch nicht etwa in den Blumen rumtrampeln? Die Fläche hat keinen Nutzwert und bietet keinen Rückzugsraum. Die Blumenmonokultur ist nicht mal schön, sondern einfach nur bunt. Zu allem Überfluß ist sie auch noch komplett von den Menschen abhängig. Die Rasensprenger sprechen für sich. Dass der Boden schon ganz matschig ist und das meiste Wasser auf der Strasse abläuft, auch. weiterlesen… »

Krieg der Maulwürfe

„Sie haben immer schon um die Kontrolle über den Garten gekämpft, aber in letzter Zeit hat sich der Konflikt verschärft…“

 

wulffmorgenthaler.com bringt jeden Tag einen neuen Comic, der oft an die Grenzen des guten Geschmacks geht, aber genau so oft den Finger in die Wunde legt.

The Story of Stuff

The Story of StuffThe Story of Stuff ist ein Video der amerikanischen Nachhaltigkeitsverfechterin Annie Leonard, in dem sie mit einer sehr netten Visualisierung darstellt, was in unserem jetzigen Wirtschaftssystem falsch läuft. Dabei geht es ihr nicht um Geld oder theoretische Wirtschaft, sondern nur um die Dinge („Stuff“). Wo kommt der ganze Krempel eigentlich her? Und wo landet er, wenn wir das Zeug wieder wegwerfen? Und warum brauchen wir alle eigentlich so viel Kram? Wie kann man z.B. ein Radio bauen, dass nur 5€ kostet oder gar als Werbegeschenk verteilt wird? Und wo landen solche hochgiftigen Elektronikabfälle? weiterlesen… »

Bärlauchpesto

BärlauchNatürlich will ich nicht nur drüber schreiben, sondern es auch selber machen. Darum bin ich heute Morgen in aller Herrgottsfrühe in den Wald gefahren, um Bärlauch zu sammeln. Es war auch allerhöchste Zeit, bald fängt der Bärlauch an zu blühen. Und nach der Blüte soll er nicht mehr gut schmecken. Außerdem zieht sich diese Pflanze schon Ende Mai wieder in den Boden zurück und wartet dort dann auf den nächsten Frühling.

Bärlauch Pesto ZutatenGlücklicherweise hatte ich bei einem Spaziergang schon eine Bärlauchstelle gesehen. Er wächst dort wirklich in Massen. Das Sammeln war also kein Problem.

Dann noch schnell Pinienkerne und Parmesan besorgt. (Bei der Gelegenheit auch gleich den Wochenendeinkauf erledigt.)

Die ZubBärlauch im Waldereitung ist recht einfach. Die Pinienkerne kurz ohne Fett in einem Topf anrösten. Dann zwei Eßlöffel Pinienkerne, drei Eßlöffel Parmesan, ordentlich Olivenöl und ne Menge Bärlauch pürieren.

Bärlauch PestoDas Ergebnis ist extrem aromatisch. Allerdings ist es nicht so viel geworden, wie ich dachte. Das nächste Mal muss ich wohl mehr sammeln. Im eckigen Glas ist normales Pinien-Bärlauch-Pesto, im runden Glas ist Kürbiskern-Bärlauch-Pesto.

Guten Appetit!

Weitere Informationen:

Asoziale Gärten

Asozialer GartenVor kurzem standen wir auf dem Balkon einer Freundin und schauten in den Garten hinab. Der Anblick, der sich uns bot, war trostlos. Da rief der Biobauer in unserem Freundeskreis:

„Der Garten ist ja asozial!“

Im eigentlichen Wortsinn hat er nicht recht. Laut Wikipedia heißt asozial: „Verhaltensweisen […], die von den gesellschaftlichen Normen abweichen]“. Leider weicht der Garten überhaupt gar nicht von der Norm ab, sondern spiegelt sie sogar im Gegenteil perfekt wieder.

Wenn man asozial im übertragenen Sinn als „gemeinschaftsschädigend“ sieht, stimmt es aber auf den Punkt. Dieser Garten hat keinen Platz für Leben, weder Pflanzen noch Tiere noch Menschen sind hier erwünscht. Sie bringen ja nur Unordnung in das „Kunstwerk“.  Der Gemeinschaft gibt dieser Garten nichts zurück. Er ist in keiner Weise nützlich. Weder kann man hier irgendwas essen, noch sich aufhalten, noch ist er gesund und als letztes sieht er nicht einmal schön aus. Die Ordnung dient nicht mal der Präsentation eines Blütenmeers, sondern ist nur Ordnung um der Ordnung willen.

Für uns wurde an diesem Abend ein neuer Begriff geprägt. Wenn wir kahle Vorgärten sehen, sagen wir nur noch: „asozial“. Wenn wir totgepfelgte Gärten sehen, mit Nagelschere geschnittene Rasenkanten.

Was für ein verschobenes Schönheitsideal haben diese Menschen? Was für ein Naturverständnis? Lasst uns die Kunde verbreiten:

Ein Garten ist kein Kampf gegen die Natur!

Verhaltensweisen von Individuen oder Gruppen, die von den gesellschaftlichen Normen abweichen

Unerbitterlich


Die Natur ist unerbittlich und unveränderlich,
und es ist ihr gleichgültig, ob die verborgenen Gründe und Arten ihres Handelns
dem Menschen verständlich sind oder nicht.

Galileo Galilei

Wilde Kirsche

Ich habe heute das wunderbare Wetter genutzt um auf einer Neckarinsel Rad zu fahren. Dabei habe ich eine schöne wilde blühende Vogelkirsche entdeckt. Und da die Vogelkirsche der Baum des Jahres 2010 ist, will ich euch die Fotos davon nicht vorenthalten.

Vogelkirsche Blüten

alles voller Blüten und wunderbar blauer Himmel weiterlesen… »

Es grünt so grün…

… auf meiner Fensterbank. Nachdem ich mich nicht sonderlich viel um meine Pflanzen kümmere, ausser ein- bis zweimal pro Woche zu giessen, ist es umso erfreulicher, dass meine Kräutersamen allesamt sehr gut spriessen.

Pflänzchen im Moos

Was wächst denn da aus dem Moos und reckt sich Richtung Licht?

Zweikeimblättrige

Ach deshalb heissen die Zweikeimblättrige? *g*

Kresse

Und so sieht Gartenkresse aus, wenn man sie nicht schon als Keimling aufisst.