Werbung

Permakultur-Blog

Permakultur im Garten und auf dem Balkon

Kategorie: Praxis

Teich ohne Folie

In unserem Garten kann im Moment deutlich weniger gemacht werden, als mir lieb ist. Zum Einen warten wir noch darauf, dass eine große Tanne gefällt wird, die dabei den ganzen Garten platt machen wird, zum Anderen macht es Richtung Herbst wenig Sinn, neue Beete anzulegen.

Gestern waren wir eigentlich im Garten um Kleinkram zu erledigen, aber irgendwie hatte ich Lust mein Projekt „Tümpelchen“ anzugehen. Seit wir den Garten gepachtet haben, überlege ich mir, einen kleinen Teich anzulegen, der halbrund von einem Hügel begrenzt wird und das Zentrum des zukünftigen Kräutergartens bilden soll. Dabei wollte ich die von Sepp Holzer beschriebene Methode ausprobieren und den Teich komplett ohne Folie und Kunststoffwanne anlegen. Da wir einen sehr schweren, lehmigen Boden haben, hatte ich mir ganz gute Chancen ausgerechnet.

Teich GrundformUm erstmal die Dimensionen besser einschätzen zu können, habe ich eine Grundform ausgestochen. Wie man auf dem Bild sehr gut sehen kann, habe ich die runde Grundform (rechts) nachträglich noch einmal deutlich oval erweitert (links). Man sieht auch schon die Grundform des Hügels aus dem Aushub und einen Zufluss. Dann ging die eigentlich Arbeit los und das Loch selbst musste ausgehoben werden. Nach dem Abstechen der Grasnarbe habe ich erstmal die tiefste Stelle des Teichs definiert und dort einfach ein tieferes Loch gebuddelt. weiterlesen… »

Flattr this!

Herbst?

Während andere Blogs schon den Herbst ausrufen und voller Gram die letzten Rosenblüten und das letzte geerntete Gemüse betrauern, habe ich noch einmal den Frühling ausgerufen.

Hier im Norden ist die Vegetationsphase kurz genug, da muss man sie bis zum letzten auskosten. Also habe ich noch einmal ordentlich neu ausgesät.

Auf meinem Balkon wachsen keine Geranien, sondern stattdessen jede Menge Salate. Natürlich ist es eine späte Sorte, die Überwintern muss. Aber im Moment kann man ihnen beim wachsen zuschauen und falls es so weiter geht, werden sie in ca. 2 Wochen die Weltherrschaft übernehmen.

Salat auf dem Balkon

weiterlesen… »

Flattr this!

Glasklare Tipps (1): Wasserkocher

Wasserkocher mit der passenden Menge befüllen spart Energie und GeldWasserkocher sind eine sparsame Möglichkeit um Wasser mit elektrischer Energie zum sieden zu bringen. Sie verbrauche dabei deutlich weniger Energie, als eine Herdplatte, die immer einiges an Wärme an die Raumluft abgibt. Das hat sich inzwischen auch gröߟtenteils rum geschwiegen.

Man kann jedoch noch deutlich mehr Energie sparen, indem man immer nur so viel Wasser erhitzt, wie man grade benötigt. Wenn ich mir z.B. eine Tasse Tee mache, fülle ich die Tasse unter dem Wasserhahn bis zum Rand mit Wasser und schütte dann das Wasser aus der Tasse in den Wasserkocher. Ich mache die Tasse deswegen recht voll, weil ein klein bisschen immer auch verdampft.

Die meisten Wasserkocher haben auch ein Sichtfenster mit Skala, mit der man direkt die richtige Menge einfüllen kann. Braucht man für ein Rezept ½ Liter kochendes Wasser, kann man sich den Meßbecher sparen und direkt die richtige Menge nehmen.

Das spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Außerdem bleibt kein überflüssiges Wasser im Kocher, das Bakterienherd werden könnte oder über die Ferien vergessen sogar ganz übel anfangen kann zu schimmeln (ist mir leider schon passiert).

Achtung: Manche Wasserkocher haben eine Mindestfüllhöhe. Meistens sind das wohl die Geräte mit einer Heizspirale. Bei meinem Gerät mit einer Heizplatte kann ich sogar kleinste Mengen problemlos erhitzen.

Flattr this!

Pinke Gartengrüße

Pink, Pink und nochmals Pink: Die erste Pflaumenernte wartet jetzt hinter Glas darauf, im Herbst und Winter verspeist zu werden. Nicht nur der Geschmack ist wunderbar, die leuchtende Farbe ebenso! Es geht also auch ohne färbende Zusatzstoffe.

Ein halber Eimer kleiner Pflaumen war es nur, den ich für´s Erste aus unserem Garten geerntet habe. Zwar gibt es noch deutlich mehr – aber  alles auf einmal wäre zu viel gewesen, um es mal ebenso zu verarbeiten.

Dafür, finde ich, lässt sich der Ertrag aber sehen: 3 Flaschen Pflaumengetränk (0,75 l), 3 Gläser Pflaumenmus und 3 Gläser Pflaumengrütze sind dabei herausgekommen.

Außerdem habe ich noch eine kleine Schale Brombeeren gepflückt und daraus Brombeersirup und ein Brombeergetränk gekocht.

Bei alledem habe ich nur die Früchte, Rohrohrzucker und bei der Pflaumengrütze etwas Weizenvollkornmehl verwendet.


weiterlesen… »

Flattr this!

Ökologische Schädlingsbekämpfung

Ein ganz neuer Mitbewohner in unserer WG: Der scharfe Gewürzpaprika. Ein Problem gab es allerdings, denn der Paprika (Capsicum annuum) zieht Blattläuse an – offensichtlich!

Besonders um die Knospen und Blüten herum hielten sich die Blattläuse gern in Scharen auf. Was tun?

Ich versuchte es mit dem guten alten Spüli-Trick: Spüliwasser in eine Sprühflasche und die ganze Pflanze eingesprüht.

Das half: nix. Die Blattläuse kamen schneller wieder, als ich meine Sprühflasche abstellen konnte. weiterlesen… »

Flattr this!

Guerilla Gardening

Lilie im HinterhofIrgendwann im letzten Sommer hat uns die grüne Wut gepackt und wir haben im reichlich heruntergekommenen Hinterhof zwei kleine Beete angelegt. Die Bedingungen sind denbar ungünstig: Der komplette Hof ist betoniert und liegt inmitten hoher Häuser (5-6 Stockwerke). Dazu gibt es mit Vorderhaus und Hinterhaus sehr viele Parteien, die einfach ihren Müll und ihre Fahrräder im Hof abladen, dafür aber niemanden, der sich darum kümmert.

Um schnelles grün zu bekommen und für Akzeptanz zu werben, haben wir blühende Pflanzen aus dem Baumarkt gekauft. Alles was stark reduziert war, landete in unserem Einkaufswagen. Dazu noch Unmegen an Gartenerde (man wundert sich, wie schnell so ein grosser Sack leer ist) aus dem gleichen Baumarkt. Eine andere Quelle für den Boden hatten wir leider nicht.

Die Beete sind direkt auf dem Beton angelegt, einfach ein paar Steine vom nahegelegenen Flußufer aufgestapelt und Erde eingefüllt. Fertig. Dann die Pflanzen rein und innerhalb eines Nachmittags gab es wenigstens etwas grün im Hof. weiterlesen… »

Flattr this!

Bärlauchpesto

BärlauchNatürlich will ich nicht nur drüber schreiben, sondern es auch selber machen. Darum bin ich heute Morgen in aller Herrgottsfrühe in den Wald gefahren, um Bärlauch zu sammeln. Es war auch allerhöchste Zeit, bald fängt der Bärlauch an zu blühen. Und nach der Blüte soll er nicht mehr gut schmecken. Außerdem zieht sich diese Pflanze schon Ende Mai wieder in den Boden zurück und wartet dort dann auf den nächsten Frühling.

Bärlauch Pesto ZutatenGlücklicherweise hatte ich bei einem Spaziergang schon eine Bärlauchstelle gesehen. Er wächst dort wirklich in Massen. Das Sammeln war also kein Problem.

Dann noch schnell Pinienkerne und Parmesan besorgt. (Bei der Gelegenheit auch gleich den Wochenendeinkauf erledigt.)

Die ZubBärlauch im Waldereitung ist recht einfach. Die Pinienkerne kurz ohne Fett in einem Topf anrösten. Dann zwei Eßlöffel Pinienkerne, drei Eßlöffel Parmesan, ordentlich Olivenöl und ne Menge Bärlauch pürieren.

Bärlauch PestoDas Ergebnis ist extrem aromatisch. Allerdings ist es nicht so viel geworden, wie ich dachte. Das nächste Mal muss ich wohl mehr sammeln. Im eckigen Glas ist normales Pinien-Bärlauch-Pesto, im runden Glas ist Kürbiskern-Bärlauch-Pesto.

Guten Appetit!

Weitere Informationen:

Flattr this!

Es grünt so grün…

… auf meiner Fensterbank. Nachdem ich mich nicht sonderlich viel um meine Pflanzen kümmere, ausser ein- bis zweimal pro Woche zu giessen, ist es umso erfreulicher, dass meine Kräutersamen allesamt sehr gut spriessen.

Pflänzchen im Moos

Was wächst denn da aus dem Moos und reckt sich Richtung Licht?

Zweikeimblättrige

Ach deshalb heissen die Zweikeimblättrige? *g*

Kresse

Und so sieht Gartenkresse aus, wenn man sie nicht schon als Keimling aufisst.

Flattr this!

Zimmergewächshaus für Arme

Zimmergewächshaus für Arme

Was tun, wenn man schnell Rucola Setzlinge braucht, aber keine Aussatbox oder ähnliches hat? Meine Lösung ist: Tupper für Arme umfunktionieren!

In diesem Fall war es einmal eine Verpackung für einen sehr leckeren Büffelmozarella, die ich eigentlich als kleine Aufbewahrungsbox behalten wollte. Einfach die Etiketten entfernen und einmal mit durch die Spülmaschine schicken. Wenn einem schon Plastik ins Haus kommt, kann man es ja auch möglichst lange und vielseitig verwenden.

Den Deckel habe ich mit der Wäscheklammer leicht schräg gestellt, damit sich kein Kondenswasser bildet. Löcher wollte ich nicht in den Deckel machen, damit ich das Töpfchen später noch einmal für etwas anderes benutzen kann.

Keimlinge im ZimmergewächshausUnd bringt es etwas? Naja, ich habe vor etwa einer Woche die Samen in den Topf gesetzt, ich finde dafür sind die Pflänzchen schon ganz ansehnlich.

Warum ziehe ich überhaupt Setzlinge? Normalerweise bin ich strikt dagegen. Alle meine Pflanzen werden als Samen dort gesetzt, wo sie ihr ganzes Leben verbringen sollen. Dadurch überleben nur die Keimlinge, die auch mit den Bedingungen zurecht kommen. In diesem Fall brauche ich die Setzlinge aber für einen hängenden Garten, aus dem sie seitlich herauswachsen sollen. Würde ich hier einfach Samen einsetzen, würden die Keimlinge nicht den Weg durch die seitliche Öffnung finden. Falls das Experiment klappt, werde ich natürlich drüber berichten, wie hängender Rucola aussieht.

Flattr this!

Weniger Giessen durch Dochte?

Bei meiner letzten Pflanzaktion habe ich Glasfaserdochte in meinen Blumentöpfen verwendet, um eine gleichmäßigere Feuchtigkeitsverteilung hin zu bekommen. Jetzt wollte ich euch berichten, wie meine Erfahrungen damit bisher sind. Zuerst habe ich mal untersucht, inwieweit die Dochte ihr Versprechen überhaupt erfüllen und Wasser nach oben saugen können. Dazu habe ich einfach einen Docht in ein Glas gehängt, so dass nur das untere Ende im Wasser hängt. Es dauert eine ganze Weile, aber nach einer Zeit sieht man, wie sich das Wasser langsam nach oben saugt (der Docht färbt sich dunkler). Um das deutlich zu zeigen, habe ich den Docht auf ein Blatt Papier gelegt, so dass man sehr gut sehen kann, wie weit das Wasser nach oben gestiegen ist.

In meinem Blumentöpfen habe ich den Eindruck, dass sie die Feuchtigkeit länger hält. Selbst nach 3-4 Tagen ist die Oberfläche noch spürbar feucht. Ich gieße allerdings auch meist mehr Wasser als nötig und baue darauf, dass es nach in die Auffangschale durchsickert und dann von den Dochten wieder hochgesaugt wird. Genau so habe ich mir das ja gedacht. Bei einem kleinerem, komplett getrockneten Topf habe ich ausschließlich Wasser in den Behälter unter den Topf gegeben, so dass nur der Docht ins Wasser hing. Nach einem Tag war die gesamte Erde im Topf nass, für meinen Geschmack fast schon zu nass. Man muss also vielleicht auch etwas aufpassen, wie viele und wie dicke Dochte man für die Töpfe nimmt.

Der Vorteil der Glasfaserdochte soll sein, dass sie einen besonders guten Kapillareffekt haben und niemals verrotten sollen. Den Kapillareffekt kann ich hiermit bestätigen, ob man sie nach einem Jahren noch verwenden kann, sehen wir nächstes Jahr um diese Zeit.

Flattr this!