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Permakultur-Blog

Permakultur im Garten und auf dem Balkon

Kategorie: Praxis

Insektenhotels

Ein Heim für Käfer, Ohrwürmer, Bienen & Co.

InsektenhotelWer ein Insektenhotel für die krabbelnde und schwirrende Gartengemeinschaft beherbergt, kann auf den Einsatz von Pestiziden oder Pflanzenschutzmitteln verzichten. Die kleinen Helfer sorgen dafür, dass Ungeziefer auf natürliche Weise in Schach zu halten. Insekten sind wichtig um das Gleichgewicht im Garten auf ökologische Art aufrecht zu erhalten. Zumal sich so ein Insektenhotel auch noch richtig schick im Garten macht.

Viele der heimischen Insektenarten sind äußerst nützlich. Hummeln, Bienen und Wespen befruchten und bestäuben Blumen und Obstgehölze. Marienkäfer, Florfliegen und Ohrwürmer beispielsweise, zählen lästige Läuse zu ihrer Leibspeise. Diese kleinen Helferlein unterstützen uns tatkräftig im Kampf gegen Schädlinge im geliebten Garten – und das auf ganz natürlich Weise. weiterlesen… »

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Die Schnittlauch-Frage

Schnittlauchblüte im BalkonkastenAuch wenn die Frage schon tausendmal beantwortet wurde, so wird sie mir doch sicher auch noch tausendundeinmal gestellt werden:

Kann man Schnittlauch noch essen,
wenn er blüht?

Kurze Antwort: Ja!

Lange Antwort: Meines Erachtens nach schmeckt er am besten, wenn er blüht (bzw. kurz bevor er blüht). Während der Blüte ändert sich ja in der Pflanze hormonell einiges und auch der Anteil der Lauchöle ändert sich. Auch die Blüten selber sind essbar und schmecken sehr gut.

Die Frage stammt ursprünglich vermutlich daher, dass man die Blütenstiele normalerweise nicht mitisst, da sie härter und dicker sind, als die Halme. Wenn man nun einen kompletten Schnittlauchhort am Stück abernten (komplett runterschneiden) will, sind die Blütenstengel natürlich im Weg. Ich persönlich schneide aber immer nur kleine Stellen runter, so viel wie ich eben brauche. Ansonsten lasse ich meinem Lauch genug Kraft. Es scheint ihm ja gut zu tun. Er hat auch im Balkonkasten ohne Probleme überwintert.

Abgesehen von den praktischen Betrachtungen, gibt es aber natürlich noch den ästhetischen Gesichtspunkt: Ist so eine Lauchblüte nicht wunderschön? Wieso sollte man sich so einen Anblick vorenthalten? Die Insekten freut es noch dazu!

Was bleibt da noch zu sagen, außer: Guten Appetit!

 

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Bohnenzelt

MulchkreisSchon letzten Herbst hatte ich mir überlegt, dass ich auf der Fläche zwischen den bisherigen Beeten noch Kletterbohnen und Erbsen anbauen möchte. Also habe ich auf der Wiese einfach einen Kreis mit Pappe gemulcht und dann noch mit Rasenschnitt abgedeckt.

Dieses Wochenende war es dann soweit, dass ich aus langen Ästen vom Rückschnitt im letzten Herbst ein Bohnenzelt gebaut habe. Auf den ersten Blick war ich vom Ergebnis des mulchens sehr enttäuscht: Die Pappe war komplett weg, unter dem Mulch aber kein freier Boden. Erst als ich beim Mulchwegziehen etwas herzhafter zugepackt habe, habe ich gemerkt, dass die ganze ursprüngliche Grassode sich einfach mit wegziehen lässt. Ich hatte also doch ganz einfach eine Kreisrunde freie Fläche auf der Wiese. Und das ohne Umgraben! weiterlesen… »

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Topinamburernte

TopinamburDie wahrscheinlich letzte Topinamburernte für die Saison 2011. Jetzt müssen für 2012 neue Knollen gebildet werden. Es war wohl auch höchste Zeit, die Knollen treiben schon sehr deutlich aus. Eigentlich könnte ich noch mehr ernten, aber ich bin kein grosser Fan von Topinambur. Soll heissen: Ich kann es nicht jeden Tag essen, hin und wieder ist es aber ok. Da wo ich geerntet habe, sind immer kleine Knollen im Boden geblieben. Ich muss mich also nicht um ein neues Anpflanzen kümmern. Überhaupt ist die Topinamburkultur bei mir die stressfreiste: Ich kümmer mich um gar nichts und ernte nur manchmal. Wenn man Wert auf einen ordentlichen Garten legen würde, müsste man nur im Frühjahr die trockenen Triebe des letzten Jahres zurückschneiden.

Ich weiß auch nicht, woher der schlechte Ruf des Topinambur als invasive Pflanze kommt. Klar verbreitet und hält er sich gut. Aber im Garten ist er doch ganz einfach unter Kontrolle zu halten. Die Triebe sind ja nun nicht zu übersehen: Überall wo eine grosse „Sonnenblume“ aus dem Boden kommt und man sie nicht haben will, einfach rausreissen oder abschneiden.

Meine persönlichen Rezeptips für Topinambur sind: Im klassichen Eintopf mit Möhren etc. kochen und in kleinen Mengen zum Kartoffelpüree geben.

Guten Appetit!

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Bio ist billig

Bio für 99CentSo plakativ der Titel auch ist, so sehr spiegelt er doch meine eigenen Erfahrungen wieder:

Biologische Ernährung ist günstiger als konventionelle Supermarkt- Kost.

Wann immer wir von Bio-Essen erzählen oder für andere kochen, jedes Mal hören wir das gleiche:

 

„Das ist doch viel zu teuer.“
„Ich würde auch lieber Bio Sachen kaufen, aber ich kann mir das nicht leisten.“

Oder auch:

„Das ist mir den Aufpreis nicht wert.“
und
„Bio ist auch nicht gesünder.“

 

Keines dieser Argumente kann ich im Raum stehen lassen. Schon als Student mit mehr als magerem Auskommen, stand Bio-Essen bei uns auf dem Tisch. Wir freuen uns über die Qualität und essen ganz bewusst und hoffentlich auch gesünder.

Aber wie kann das sein? Im Folgenden gehe ich auf die einzelnen Argumente ein. weiterlesen… »

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Glasklare Tipps (2): Energiesparlampen

EnergiesparlampeNein, ich will euch hier nichts von Energiesparbirnen erzählen. Die Diskussion, ob die Energieersparnis reicht um den Produktionsaufwand auszugleichen, wie die Gesamtenergiebilanz ausfällt und ob sie hochgiftige Schwermetalle enthalten, wurde anderswo zur Genüge geführt.

Ich möchte noch einen Schritt zurück gehen und über die Lampen sprechen, in denen die Glühbirnen stecken.

Bei meinem letzten Umzug sind einige „Leuchtmittel“ (sprich: Glühbirnen) kaputt gegangen. Als ich sie ersetzen wollte, merkte ich schnell: Die Tücke steckt im Detail. Im Wohnzimmer haben wir eine Halogenlampe mit 6 Birnen („Sechsflammig“). Nach einigem Suchen habe ich auch günstige Halogen-Ersatzbirnen gefunden. Allerdings haben die kleinsten erhältlichen Birnen immer noch 25 Watt. Eine einfache Rechnung ergibt: 6 X 25 Watt = 150 Watt. Also mehr als die jetzt verbotenen Glühbirnen verbraten.

Die auf dem Papier sparsame und effiziente Halogentechnik entpuppt sich hier also als echter Stromfresser. Die Lampe auszutauschen macht für uns weder vom Preis, noch vom Herstellungsaufwand Sinn. LED Birnen in diesem Format kosten das Stück mindestens 10€, womit die Kosten von 60€ (!) für ein die nötigen Glühbirnen jenseits von Gut und Böse liegen. Die einzige Möglichkeit hier Energie zu sparen wäre manche Fassungen nicht zu bestücken (die Lampe z.B. 4 flammig zu betreiben). weiterlesen… »

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Handbuch Samengärtnerei

Handbuch SamengärtnereiWarum Samengärtnerei?

In der Permakultur geht es um permanente Nahrungserzeugung in stabilen Kreisläufen ohne Material von außen. Dafür ist einer der grundlegendsten Faktoren die eigene Saatgutgewinnung. Was nützt es, mineralischen Dünger zu vermeiden, dann aber von Saatgutkonzernen abhängig zu sein?

Grade in der heutigen Zeit kommt noch das Problem der Gentechnik bzw. allgemein technischen Veränderung von Saatgut hinzu. Stichworte sind hier Gen-Mais, F1 Hybriden und Clothianidin.

Langfristig ist auch die Zucht von angepassten Sorten ein wichtiger Faktor. Früher hatte jeder Bauerngarten eigene Hofsorten. Heute wird in ganz Deutschland eine einzige Sorte Salat verkauft und angebaut. Wollen wir pflegeleichte, resistente Sorten mit guten Erträgen, müssen wir wieder Pflanzen züchten, die an die speziellen klimatischen Bedingungen unseres Mikroklimas angepasst sind.

Das Buch

Das Handbuch Samengärtnerei ist das Standardwerk zum Thema Samenernte und Sortenerhaltung im deutschsprachigen Raum. Und das hat auch gute Gründe. Andrea Heistinger ist Agrarwissenschaftlerin, Herausgeber sind keine geringeren als der Verein Arche Noah (Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt) und die Stiftung Pro Specie Rara. Auf jeder Seite des Buches ist überdeutlich, dass die Beteiligten nicht theoretisieren, sondern aus ihrer alltäglichen Praxis schreiben. Die Informationen sind fundiert, umfangreich und verständlich. weiterlesen… »

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Hügelbeet – Theorie und Praxis

Grube für ein HügelbeetIn vielen Büchern über Permakultur und über ist das Hügelbeet ein Thema. Daher war ich auch neugierig und habe eins angelegt. Aber zuerst die Theorie.


Die Theorie

Für Sepp Holzer z.B. scheint es eine Wunderwaffe zu sein, mit der man auch in den widrigsten Umständen noch gute Erträge erizelen kann. Andere wie z.B. Marie-Luise Kreuter und Andrea Heistinger sehen das schon differenzierter.

Die Anlage des Hügelbeets wird immer ähnlich beschrieben: Man sticht die Grasnarbe ab und bewahrt sie auf, dann gräbt man noch etwas Erde ab und bewahrt auch die auf. In das entstandene Loch gibt man Biomasse, unten grob (Äste oder gar Bäume) oben fein (Blätter und Grasschnitt). Die Grassoden und die Erde werden zum Abdecken verwendet. weiterlesen… »

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Wildwuchs oder Kahlschlag?

Nachdem wir einen extrem ungepflegten und überwucherten Garten übernommen haben, stehen wir immer wieder vor der Gewissensfrage: Abschneiden oder Wachsen lassen? Eingriff oder Natur?

Ich selbst weigere mich hartnäckig Obstbäume zu beschneiden. Auch wenn alle anderer Meinung sind, möchte ich meine Bäume nicht verstümmeln.

Andererseits wollen wir den Garten ja auch nutzen. Wir wollen Gemüse anbauen, Obst ernten. Und wir wollen unsere Freizeit dort verbringen. Ohne Eingriffe geht all das nicht.

Womit wir beim Dilemma sind: Wo die Grenze ziehen? Welche Eingriffe müssen sein? Wann ist es zu viel. Zerstören wir nicht den Charme des Gartens? weiterlesen… »

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Komposttoilette

KomposttoiletteEs gibt kaum etwas perverseres, als seine Hinterlassenschaften mit einigen Litern glasklarem Trinkwasser wegzuspülen. Das wird einem erst dann richtig klar, wenn man eine Weile lang eine Komposttoilette benutzt hat. Für die meisten Menschen ist es am Anfang problematisch überhaupt mit dem Thema umzugehen. Ich kenne sogar Leute, die sich weigern auf diese Toilette zu gehen. Aber wenn die Entfremdung von unseren natürlichen Verdauungprozessen erst einmal überwunden ist, wundert man sich schnell, warum es nicht überall alltäglich ist.

Unser Kompostklo steht in unserem Ferienhaus in Schweden. Dort ist es üblich, dass „Stugas“ (kleine Wochenend- und Ferienhäuser) Komposttoiletten haben. Werden die Häuser vermietet, werden oft technische Meisterwerke eingebaut, um den Komfort für die verwöhnten Touristen zu maximieren. Diese technischen Toiletten mit Rührgeräten, Heizung, Urinabscheidung und was weiss ich für Schnickschnack haben vor allem zwei Eigenschaften:

  1. sie sind unglaublich teuer
  2. sie sind ständig kaputt

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