Back in green
Nach einer Pause und einem Umzug sind wir nun zurück. In Zukunft dürfte es hier eine Menge zu berichten geben, denn wir haben einen neuen Garten und einen neuen Balkon.
Erstmal nur ein paar Impressionen aus dem Garten:
Permakultur im Garten und auf dem Balkon
Nach einer Pause und einem Umzug sind wir nun zurück. In Zukunft dürfte es hier eine Menge zu berichten geben, denn wir haben einen neuen Garten und einen neuen Balkon.
Erstmal nur ein paar Impressionen aus dem Garten:
Das Unwort des Tages ist für mich “Maikäferplage”. Erst bringt der Mensch das natürliche Gleichgewicht durcheinander und rottet ein Tier fast aus. Dann wird das Tier als Plage empfunden und wieder bekämpft.
“Trotz der Proteste von Naturschützern bekämpft das von der Maikäferplage besonders betroffene Pfungstadt die Tiere mit Gift. Am Montag werde per Hubschrauber das Insektizid Dimethoat versprüht, sagte Bürgermeister Horst Baier (SPD). Die südhessische Stadt sperrt dafür ein etwa 350 Hektar großes Waldgebiet für zwei Tage.”
Quelle: Mannheimer Morgen
So etwas, wie ein natürliches Gleichgewicht kann sich so natürlich nie einstellen. Und die Nebenwirkungen werden mal wieder auch nicht bedacht.
Bei HR-Online gibt es noch einen ausführlicheren Hintergrundartikel.
Diesmal gibt es nur einen kurzen Handyschnappschuss. Was soll man dazu noch sagen? Ich weiß gar nicht, was mich mehr abstösst, die kahle Erde und leere des Gartens, oder diese festbetonierte Abwehrmauer, die sich quer durch zieht, inklusive Wehrtürmen an den Enden.
Die Botschaft ist klar: Du bist auf der falschen Seite und dort sollst du gefälligst auch bleiben. Und die Pflanzen sollen natürlich schön an ihrem Platz bleiben. Nur keine Unordnung.
Bei solchen Gärten frage ich mich immer: Wäre es nicht einfacher, die Fläche zu betonieren oder einen Kiesgarten anzulegen?
Asoziale Gärten gibt es nicht nur an Privathäusern, auch manche Parks sind regelrecht asozial. Eine Rasenfläche die wie mit dem Lineal gezogen rechteckig komplett von einem Blumenstreifen eingezäunt wird. Die Botschaft ist klar: Betreten des Rasens verboten! Du wirst doch nicht etwa in den Blumen rumtrampeln? Die Fläche hat keinen Nutzwert und bietet keinen Rückzugsraum. Die Blumenmonokultur ist nicht mal schön, sondern einfach nur bunt. Zu allem Überfluß ist sie auch noch komplett von den Menschen abhängig. Die Rasensprenger sprechen für sich. Dass der Boden schon ganz matschig ist und das meiste Wasser auf der Strasse abläuft, auch. weiterlesen… »
Vor kurzem standen wir auf dem Balkon einer Freundin und schauten in den Garten hinab. Der Anblick, der sich uns bot, war trostlos. Da rief der Biobauer in unserem Freundeskreis:
“Der Garten ist ja asozial!”
Im eigentlichen Wortsinn hat er nicht recht. Laut Wikipedia heißt asozial: “Verhaltensweisen [...], die von den gesellschaftlichen Normen abweichen]”. Leider weicht der Garten überhaupt gar nicht von der Norm ab, sondern spiegelt sie sogar im Gegenteil perfekt wieder.
Wenn man asozial im übertragenen Sinn als “gemeinschaftsschädigend” sieht, stimmt es aber auf den Punkt. Dieser Garten hat keinen Platz für Leben, weder Pflanzen noch Tiere noch Menschen sind hier erwünscht. Sie bringen ja nur Unordnung in das “Kunstwerk”. Der Gemeinschaft gibt dieser Garten nichts zurück. Er ist in keiner Weise nützlich. Weder kann man hier irgendwas essen, noch sich aufhalten, noch ist er gesund und als letztes sieht er nicht einmal schön aus. Die Ordnung dient nicht mal der Präsentation eines Blütenmeers, sondern ist nur Ordnung um der Ordnung willen.
Für uns wurde an diesem Abend ein neuer Begriff geprägt. Wenn wir kahle Vorgärten sehen, sagen wir nur noch: “asozial”. Wenn wir totgepfelgte Gärten sehen, mit Nagelschere geschnittene Rasenkanten.
Was für ein verschobenes Schönheitsideal haben diese Menschen? Was für ein Naturverständnis? Lasst uns die Kunde verbreiten:
Ein Garten ist kein Kampf gegen die Natur!
Ich habe heute das wunderbare Wetter genutzt um auf einer Neckarinsel Rad zu fahren. Dabei habe ich eine schöne wilde blühende Vogelkirsche entdeckt. Und da die Vogelkirsche der Baum des Jahres 2010 ist, will ich euch die Fotos davon nicht vorenthalten.
alles voller Blüten und wunderbar blauer Himmel weiterlesen… »