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Permakultur-Blog

Permakultur im Garten und auf dem Balkon

Archiv: 2012

Handbuch Bio-Balkongarten

Handbuch-Bio-BalkongartenDies ist das erste Buch von Andrea Heistinger, das nicht hauptsächlich ein Nachschlagewerk ist. Auf 154 Seiten wird auf alle Gegenbenheiten des Urbanen Gärtnerns eingegangen, wobei ich keinen echten Schwerpunkt auf Balkone sehen kann. Ob Hinterhöfe, Dachgärten oder Brachflächen, alles wird behandelt. Dabei wird immer wieder der Bogen vom Grundlagenwissen zur Praxis gespannt. Die Praxisfotos stammen dabei aus diversen Projekten aus Deutschland und sogar Weltweit.

Auf weiteren ca. 150 Seiten kommen dann die von Heistinger bekannten Pflanzenporträts. Die sind vergleichbar mit denen im Handbuch Bio-Gemüse aber natürlich mit einer anderen Pflanzenauswahl und erweitert um eine Einschätzung in welchen Gefässen sie gedeihen könnten. Dies ist ein Heimspiel für Andrea und für alle, die das Handbuch Bio-Gemüse noch nicht besitzen, eine wertvolle Hilfe. weiterlesen… »

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Samenbomben – das Trendthema

Schon vor geraumer Zeit flatterte mir ein Rezensionexemplar des Buchs „Mit Samenbomben die Welt verändern“ von Josie Jeffery ins Haus. Ich bin aber kein grosser Freund von Trendthemen, die mit übersetzten Büchern ausgewälzt werden. Trotzdem will ich mal meinen Senf zum Thema dazugeben.

Erstmal ist meine Grundhaltung zum Thema sehr kritisch. Ich habe selbst in Mannheim „Guerilla Gardening“ betrieben, und dabei recht schnell gelernt, wie Praxisfern es in der Realität ist. Es gibt kaum geeignete Flächen, die nicht regelmäßig „gepflegt“ (sprich gemäht) werden. Somit ist alles angepflanzte sehr schnell wieder platt. Baumscheiben werden plattgetrampelt, mit Fahrrädern beparkt etc. Alles was schön blüht wird direkt gepflückt. Unsere Rose im Hinterhof wurde erst abgepflückt und dann von einem „Experten“ zurückgeschnitten. Die schönen Fotos zum Thema, die man auf diversen Webseiten und in Büchern finden kann, sind praktisch alle gestellt: Es wird eine fertige schöne Pflanze irgendwo eingebuddelt, fotografiert und 5 Minuten später ist sie schon zertrampelt.

Wenn man schon mit Pflanzen solche Probleme hat, wie sollen dann Samen klar kommen? weiterlesen… »

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Die Schnittlauch-Frage

Schnittlauchblüte im BalkonkastenAuch wenn die Frage schon tausendmal beantwortet wurde, so wird sie mir doch sicher auch noch tausendundeinmal gestellt werden:

Kann man Schnittlauch noch essen,
wenn er blüht?

Kurze Antwort: Ja!

Lange Antwort: Meines Erachtens nach schmeckt er am besten, wenn er blüht (bzw. kurz bevor er blüht). Während der Blüte ändert sich ja in der Pflanze hormonell einiges und auch der Anteil der Lauchöle ändert sich. Auch die Blüten selber sind essbar und schmecken sehr gut.

Die Frage stammt ursprünglich vermutlich daher, dass man die Blütenstiele normalerweise nicht mitisst, da sie härter und dicker sind, als die Halme. Wenn man nun einen kompletten Schnittlauchhort am Stück abernten (komplett runterschneiden) will, sind die Blütenstengel natürlich im Weg. Ich persönlich schneide aber immer nur kleine Stellen runter, so viel wie ich eben brauche. Ansonsten lasse ich meinem Lauch genug Kraft. Es scheint ihm ja gut zu tun. Er hat auch im Balkonkasten ohne Probleme überwintert.

Abgesehen von den praktischen Betrachtungen, gibt es aber natürlich noch den ästhetischen Gesichtspunkt: Ist so eine Lauchblüte nicht wunderschön? Wieso sollte man sich so einen Anblick vorenthalten? Die Insekten freut es noch dazu!

Was bleibt da noch zu sagen, außer: Guten Appetit!

 

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Garden Bloggers’ Bloom Day (Mai 2012)

Was im Mai in meinem Garten blüht, seht ihr wenn ihr auf weiterlesen klick. weiterlesen… »

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Die Welt brennt

The store doesnt give us food - the earth does„Fünfzig einfach Dinge die man tun kann um es weiter zu Verleugnen“, so der Untertitel des Buchs „As the world burns“ von Derrick Jensen & Stepahnie McMillan. Es ist aber eben kein Ratgeber, wie dieser Untertitel vermuten lässt, sondern analysiert im Gegenteil Tipps um die Welt zu retten aus eben solchen Ratgebern. So rechnet eine der Hauptfiguren vor: Wenn ALLE Menschen die typischen Tipps befolgen würden (Energiesparlampen benutzen, Autoreifen immer aufpumpen, recyclen), würde das die CO2 Emmisionen nur um 21% senken.

Das ist aber erst der Anfang der Geschichte in diesem aussergewöhnlichen Comic-Roman. Denn im eigentlichen Plot kommen Ausserirdische auf die Erde um alle Natur aufzuessen. Und da sie dabei Gold scheissen, gibt ihnen der Präsident sogar die Genehmigung dazu: Denn für genug Geld tun wir alles. Wer soll die Welt noch retten? Die Umweltschützer? Sie handeln nur einen faulen Deal aus. Die Firmen? Sie wollen nur selber die Erde zerstören (um dabei Geld zu produzieren). Und so bekommt das ganze Wohlfühl-Umweltgetue derbe sein Fett weg. weiterlesen… »

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Asoziale Gärten (8)

Auf dem Weg zur Arbeit habe ich einen neuen asozialen Garten gefunden. Das heisst, ich frage mich langsam, was überhaupt noch als Garten durchgeht. Dieses Ensemble erinnert mich eher an ein (zu kitschiges) Outdoormuseum. Alle Strukturen sind unverrückbar festbetoniert. Die wenigen Pflänzchen stehen auf verlorenem Posten gegen die kitschigen Figuren. Es ist weder Platz für Mensch noch Tier, verweilen ist erst gar nicht vorgesehen. Nicht ein einziges unordentlich herumliegendes Blatt: Das muss die Nachbarn stolz machen! In so einem ordentlichen Viertel leben wir! Jawoll! weiterlesen… »

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Bohnenzelt

MulchkreisSchon letzten Herbst hatte ich mir überlegt, dass ich auf der Fläche zwischen den bisherigen Beeten noch Kletterbohnen und Erbsen anbauen möchte. Also habe ich auf der Wiese einfach einen Kreis mit Pappe gemulcht und dann noch mit Rasenschnitt abgedeckt.

Dieses Wochenende war es dann soweit, dass ich aus langen Ästen vom Rückschnitt im letzten Herbst ein Bohnenzelt gebaut habe. Auf den ersten Blick war ich vom Ergebnis des mulchens sehr enttäuscht: Die Pappe war komplett weg, unter dem Mulch aber kein freier Boden. Erst als ich beim Mulchwegziehen etwas herzhafter zugepackt habe, habe ich gemerkt, dass die ganze ursprüngliche Grassode sich einfach mit wegziehen lässt. Ich hatte also doch ganz einfach eine Kreisrunde freie Fläche auf der Wiese. Und das ohne Umgraben! weiterlesen… »

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Topinamburernte

TopinamburDie wahrscheinlich letzte Topinamburernte für die Saison 2011. Jetzt müssen für 2012 neue Knollen gebildet werden. Es war wohl auch höchste Zeit, die Knollen treiben schon sehr deutlich aus. Eigentlich könnte ich noch mehr ernten, aber ich bin kein grosser Fan von Topinambur. Soll heissen: Ich kann es nicht jeden Tag essen, hin und wieder ist es aber ok. Da wo ich geerntet habe, sind immer kleine Knollen im Boden geblieben. Ich muss mich also nicht um ein neues Anpflanzen kümmern. Überhaupt ist die Topinamburkultur bei mir die stressfreiste: Ich kümmer mich um gar nichts und ernte nur manchmal. Wenn man Wert auf einen ordentlichen Garten legen würde, müsste man nur im Frühjahr die trockenen Triebe des letzten Jahres zurückschneiden.

Ich weiß auch nicht, woher der schlechte Ruf des Topinambur als invasive Pflanze kommt. Klar verbreitet und hält er sich gut. Aber im Garten ist er doch ganz einfach unter Kontrolle zu halten. Die Triebe sind ja nun nicht zu übersehen: Überall wo eine grosse „Sonnenblume“ aus dem Boden kommt und man sie nicht haben will, einfach rausreissen oder abschneiden.

Meine persönlichen Rezeptips für Topinambur sind: Im klassichen Eintopf mit Möhren etc. kochen und in kleinen Mengen zum Kartoffelpüree geben.

Guten Appetit!

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unästhetische Schaukel

SchaukelEine Kinderschaukel in einem Garten hat einen solchen Streit ausgelöst, dass es dadurch zu einem Gerichtsverfahren gekommen ist. Interessant ist hier bei vor allem die Klagebegründung:

Der Gesamtcharakter und der ästhetische Gesamteindruck der Gartenfläche als Ziergarten werden durch dieses Gerüst ganz erheblich gestört.

Nach einer Bestimmung darf der Garten ausschließich als „Ziergarten“ verwendet werden. Da frage ich mich: Darf man in einem Ziergarten grillen? Darf man einen Ziergarten überhaupt betreten, ausser um Unkraut zu zupfen?

In diesem Fall ist die Sache zum Glück glimpflich ausgegangen. Der Fall ging an einen verständigen Richter, die Schaukel darf bleiben.

Ich würde ja jetzt noch einen oben drauf setzen und in dem Garten dieverse Kräuter und Ziergemüse anbauen: Salbei, bunter Mangold, diverse schön blühende Laucharten (um nur einige zu nennen) können sowohl nützlich als auch zierend sein.

Die ganze Geschichte kann man bei der HAZ nachlesen.

(via)

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GartenHaus

Der japanische Architekt Ryue Nishizawa hat ein Haus gebaut, bei dem die Grenzen zwischen Garten und Haus verschwimmen. Grüner wohnen, auch in der Großstadt.

Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass so etwas wirklich praktikabel ist, aber besser als Plattenbau allemal.

Das Foto stammt von Iwan Baan.

(via)

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