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Permakultur-Blog

Permakultur im Garten und auf dem Balkon

Archiv: 2011

Geniale Verpackung: Banane

Del Monte hat angekündigt einzelne Bananen in Plastik verpackt zu verkaufen. Jon Stewart hat dazu den passenden Werbeslogan:

„A product for people who love bananas,
but hate their biodegradability.“

Dazu fehlen mir ehrlich gesagt die Worte. Daher hier für euch einfach das Video von Jon Stewart aus der Daily Show: weiterlesen… »

Meine Lieblingsgartenbücher

Auf nur ein einziges Lieblingsbuch konnte ich mich beim besten Willen nicht einschränken.

The new complete book of Self-Sufficiency von John Seymour

New Complete Book of Self-SufficiencyWenn man dieses Buch erwähnt, wird man oft nur milde belächelt: Zu oberflächlich, viele veraltete Informationen, kein Spezial- und Geheimwissen.

All diese Kritikpunkte sind richtig. Nichtsdestotrotz ist dieses Buch wohl die häufigste Einsteigerdroge für angehende Selbstversorger. Es mag oberflächlich sein, aber dafür reißt es mehr Themen an, als fast jedes anderes Buch. Es ist sozusagen der Appetitanreger, der einen dann zu den „richtigen“ Fachbüchern treibt. Außerdem ist John Seymour ein grummeliger Großvater, der „den ganzen Kram“ Jahrzehntelang wirklich gemacht hat. Selbstversorgung ist bei ihm kein Traum und auch keine graue Theorie, sondern einfach sein Alltag. Damit hebt er sich wohltuend von den Büchern verkopfter Träumer ab, die sich besonders gerne in der Permakulturszene rumtreiben. weiterlesen… »

Gartenbuchpreis für Andrea Heistinger

Andrea Heistinger, Autorin der „Bücher Handbuch Samengärtnerei“ und „Handbuch Bio-Gemüse“ hat in der Kategorie „European Garden Book Prize“  den Sonderpreis verliehen bekommen.

Die Begründung der Jury:

Handbuch SamengärtnereiDieses Buch hat sich der Sortenvielfalt in der Welt der Gartengemüse verschrieben. Fasziniert ist der Leser in der Tat allein durch die unglaubliche Vielfalt der zahlreichen kaum bekannten oder vergessenen Kulturformen: Über 500 Sorten werden in diesem umfassenden Kompendium beschrieben. Zahlreiche Fototafeln, auf denen die verschiedenen Sorten zum Vergleich abgebildet sind, illustrieren das Werk. Besonders bemerkenswert ist, dass neben sehr detaillierten Angaben zu Anbau und Pflege noch persönliche Tipps beigegeben werden. Dies ist deshalb möglich, da sowohl die Hauptautorin, als auch die mitarbeitenden Co-Autoren allesamt Assoziierte oder Mitarbeiter des in eingeweihten Kreisen sehr bekannten Vereins „Arche Noah“ sind, der sich für den Erhalt alter Nutzpflanzen einsetzt und in Österreich einen eigenen Garten mit biologischer Anbauweise betreibt. So ist mit dem gewichtigen Band eines gelungen: Die Erstellung eines Standardwerkes auf diesem Gebiet.

Herzlichen Glückwunsch! weiterlesen… »

Weg mit den Alleen?

Allee (Ludwigsburg (Württemberg), zwischen Seeschloss Monrepos und Jadgschlösschen Favorite)Heiner berichtet, dass die Politiker jetzt die Alleen abholzen wollen. Grund: Bäume sind viel zu gefährlich für Autos.

Also ich persönlich möchte ja nicht, dass tausende Bäume gefällt werden, nur weil ein paar Typen in ihren getunten Golfs zu blöd zum Autofahren sind. Aber ich habe eine ganz einfache Lösung für das Problem: Die Straßen werden einfach verschmälert, dafür kommen an beide Seiten schön breite Radwege. Dann können die Radwege als Pufferzone für die Autofahre dienen. weiterlesen… »

Rudolf Steiner und die Permakultur

Durch einen Artikel in der „Erziehungskunst“ bin ich auf einen Abschnitt aus einem Vortrag von Rudolf Steiner gestoßen, in dem er die Permakultur 50Jahre vorweg genommen hat:

Rudolf SteinerUnd  jede Landwirtschaft  müsste  eigentlich  sich  nähern […] diesem Zustand, eine in sich geschlossene Individualität zu sein. Das heißt, es sollte die Möglichkeit herbeigeführt werden, alles dasjenige, was man braucht zur Hervorbringung, innerhalb der Landwirtschaft  selbst  zu  haben,  […]. Im Grunde genommen müsste eigentlich dasjenige, was in die  Landwirtschaft  hereingebracht  wird  an  Düngemitteln  und ähnlichem  von  auswärts,  das  müsste  in  einer  ideal  gestalteten Landwirtschaft  angesehen  werden  schon  als  ein  Heilmittel  für eine erkrankte Landwirtschaft.

Eine  gesunde  Landwirtschaft  müsste  dasjenige,  was  sie  selber braucht,  in  sich  selber  eben  auch  hervorbringen  können.

Rudolf Steiner – GA 327, S.39, 1924


Damit hat er eins der wichtigsten Kriterien für permanente Agrikultur auf den Punkt gebracht: Geschlossene Stoffkreisläufe. weiterlesen… »

Rundschau: Pesto und Gartenwerkzeug

Bertolli-Pesto besteht aus Billigöl und Kartoffelflocken – immernoch. Auch ein großer Skandal, der durch die Medien ging, hat  daran nichts geändert.

Jedes Mal, wenn es wieder einen Lebensmittelskandal gibt oder eine unappetitliche Sache ans Licht kommt, hofft man, dass es danach besser wird – dass die Produzenten von Lebensmitteln lernfähig sind. Aber leider ist das eine hoffnungslose Hoffnung.

Tom Hillenbrand schreibt ausführlich über seine Erfahrungen mit Pesto im allgemeinen und Bertolli im besonderen.

Ich denke, wir können daraus auch Erkenntnisse für aktuelle Lebensmittelskandale ableiten: Nachdem die Sau einmal durch die Medien gejagt wurde, haben alle ihre Katharsis und man geht wieder zum Tagesgeschäft über. Soll heißen: Kräht die Presse über Mist, bleibt trotzdem alles, wie es ist. weiterlesen… »

Schwedentraum

Da ich eine innige Beziehung zu Schweden habe, träume ich schon lange auszuwandern. Dort gibt es noch große dünn besiedelte Flächen und viele alte Bauernhöfe mit hektarweise Land günstig zu erwerben. Daher lese ich auch hin und wieder Bücher über das Auswandern nach Schweden und davon möchte ich heute welche vorstellen.

ElchtestElchtest – Ein Jahr in Bullerbü

Dieses Buch ist eine humoreske Erzählung darüber, wie eine junge Familie nach Stockholm zieht. Es ist definitiv kein Sachbuch, sondern eher ein Roman mit wahrem Kern.

Inhalt

Der junge Gunnar wird von der Süddeutschen Zeitung als Auslandskorrespondent nach Stockholm entsandt. Seine Frau und das neugeborene Kind folgen ihm nach. Im ersten Jahr in Schweden müssen sie sich einrichten, eine Wohnung suchen (bzw. kaufen dann gleich ein Haus) und Gunnar muss sich mit den schwedischen Behörden rumschlagen. Viel mehr Inhalt findet sich leider auch schon nicht mehr.

Kritik

Ich habe mich beim Lesen dieses Buches sehr oft fremdgeschämt. Der Autor ist vollkommen Lebensunfähig, dazu aber arrogant und besserwisserisch. Er glänzt durch absolute Ahnungslosigkeit und Inkompetenz, schiebt alle dadurch entstandenen Probleme aber den Schweden in die Schuhe. weiterlesen… »

Glasklare Tipps (2): Energiesparlampen

EnergiesparlampeNein, ich will euch hier nichts von Energiesparbirnen erzählen. Die Diskussion, ob die Energieersparnis reicht um den Produktionsaufwand auszugleichen, wie die Gesamtenergiebilanz ausfällt und ob sie hochgiftige Schwermetalle enthalten, wurde anderswo zur Genüge geführt.

Ich möchte noch einen Schritt zurück gehen und über die Lampen sprechen, in denen die Glühbirnen stecken.

Bei meinem letzten Umzug sind einige „Leuchtmittel“ (sprich: Glühbirnen) kaputt gegangen. Als ich sie ersetzen wollte, merkte ich schnell: Die Tücke steckt im Detail. Im Wohnzimmer haben wir eine Halogenlampe mit 6 Birnen („Sechsflammig“). Nach einigem Suchen habe ich auch günstige Halogen-Ersatzbirnen gefunden. Allerdings haben die kleinsten erhältlichen Birnen immer noch 25 Watt. Eine einfache Rechnung ergibt: 6 X 25 Watt = 150 Watt. Also mehr als die jetzt verbotenen Glühbirnen verbraten.

Die auf dem Papier sparsame und effiziente Halogentechnik entpuppt sich hier also als echter Stromfresser. Die Lampe auszutauschen macht für uns weder vom Preis, noch vom Herstellungsaufwand Sinn. LED Birnen in diesem Format kosten das Stück mindestens 10€, womit die Kosten von 60€ (!) für ein die nötigen Glühbirnen jenseits von Gut und Böse liegen. Die einzige Möglichkeit hier Energie zu sparen wäre manche Fassungen nicht zu bestücken (die Lampe z.B. 4 flammig zu betreiben). weiterlesen… »

Bio-Milch Rapsong

(via und via)